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AFKA-Mitglieder zeigen Gesicht

Ausstellung auf dem Fest „Brüderschaft der Völker“ 2016

Vom 15. bis zum 17. Juli 2016 zeigte der Afrika Freundeskreis Aschaffenburg e.V. eine Ausstellung, bei der sich ca. 30 Vereinsmitglieder vorstellten, um ihre „Wünsche, Ängste und Hoffnungen zu teilen“.

Die sehr gut vom Publikum angenommene Ausstellung entstand aus der Idee, dass der Verein, der sich die Integration zum Programm gemacht hat, zeigen wollte, dass die Gründe der Migration zwar vielfältig sein mögen, der Wille zur Integration unabhängig von Bildungsniveau, Herkunftskultur oder Dauer ihres Aufenthaltes die Menschen eint.

Zu sehen waren Fotos mit Kurzbiografien, die deutlich die Vielfalt der einzelnen Lebenswege aufzeigen: Manche AFKA-Mitglieder leben schon seit 30 Jahren in Deutschland, kamen des Studiums oder Berufs wegen nach Aschaffenburg, andere sind seit langer Zeit Asylberechtigte, ihre Kinder und sie selbst sind längst in der deutschen Gesellschaft angekommen, im Beruf, in der Schule und in Freundeskreisen. Manche haben deutsche Partner gefunden, andere orientieren sich, nachdem sie erst im vergangenen Jahr gekommen sind, neu und besuchen Deutschkurse. Auch deutsche Mitglieder haben oft Migrationserfahrung: durch Umzüge innerhalb Deutschlands oder von Deutschland nach Afrika und nach vielen Jahren zurück.

Die Ausstellung erfuhr großen Zuspruch durch die Besucherinnen und Besucher des „Brüderschaft“-Festes. Viele kamen in Diskussion mit anwesenden Vereinsmitgliedern, deren Plakate ausgestellt waren. Das Angebot, selbst ein Plakat zu gestalten, wurde ebenfalls von einigen aufgegriffen. Grundtenor der Texte war, dass man gemeinsam und solidarisch in Frieden leben und populistischen Bestrebungen, das gesellschaftliche Klima zu vergiften, etwas entgegensetzen wolle.

Das sechs Meter lange Transparent mit dem programmatischen Text „Alle verschieden – alle gleich. Aschaffenburg ist bunt“ lud ebenfalls zum Mitmachen ein: Die grauen Schablonen der einzelnen Buchstaben konnten durch neue ersetzt werden, die die jungen und alten Besucherinnen und Besucher aus bunten afrikanischen Stoffen ausschneiden und auf dem Transparent befestigen konnten.
Das Transparent wurde so gleich zweimal fertiggestellt und soll in Zukunft von AKFA e.V. als Banner genutzt werden, vielleicht schon auf den Interkulturellen Wochen.